Hallo ihr Lieben,

manche, die sich überhaupt nicht in der „Medienbranche“ auskennen, wissen womöglich nicht was ein „redaktionelles Volontariat“ ist. Und zwar ist es die „Redakteursausbildung“. Diese kann man bei allen großen Medienhäusern (Privatfernsehen oder Radio) oder bei den Öffentlich-Rechtlichen (ARD, ZDF oder die lokalen HR, BR, WDR, SR, …) absolvieren. Doch auch kleinere Produktionsfirmen, also Firmen die im Auftrag von den großen Medienhäusern, oder auch PR-Bereiche bieten Volontariate an. Meistens dauert dieses zwischen 1,5 und 2 Jahren und man verident dabei schon ganz normal Geld – man kann es also nicht mit einer Ausbildung vergleichen, wie Bürokauffrau/mann etc., weil man erstens nicht mehr in die Berufsschule gehen muss und auch finanziell gesehen mehr bekommt. Die meisten Arbeitgeber wollen als Voraussetzung für ein Volontariat ein abgeschlossenes Hochschulstudium – bei den einen reicht da der Bachelor-Abschluss bei den anderen (z.B. ZDF) muss es dann schon der Master sein.

Hört sich ja wahrscheinlich alles ganz nett an, aber leider ist das auch das Problem: zu viele wollen es machen! Häufig werden nur ein paar Stellen in einem Jahr vergeben und es bewerben sich hunderte junge Leute. Aus diesem Grund lassen sich die Firmen immer wieder neue Auswahlverfahren einfallen, um schneller aussortieren zu können. So verlangt der SWR ein Bewerbungsvideo, dagegen will der HR fürs erste nur ein Bewerbungsanschreiben und einen Lebenslauf. Die RTL-Journalistenschule (ja, die Option gibt es nämlich auch – statt einem Volontariat, kann man in eine Journalistenschule gehen und bekommt die gleiche Ausbildung wie im Volo, nur, dass diese ein wenig mehr theoretisch aufgebaut ist) dagegen verlangt, dass man eine Reportage über eins der vier vorgeschlagenen Themen schreibt. Bei den kleineren Produktionsfirmen zum Beispiel reicht es häufig, dass man sich initiativ bewirbt – das heißt,  sich ohne eine Stellenausschreibung bewirbt. Dagegen ist man dort dann nicht ganz so viel „unterwegs“ wie beispielsweise bei ARD oder so. Produktionsfirmen machen häufig Reportagen/Dokus etc., das heißt ein Projekt wird über eine längere Zeit bearbeitet und ist vielleicht aktuell, aber nicht „tageaktuell“.

Nun denn, nach dem ich das erklärt habe wollte ich euch mein Bewerbungsvideo für den SWR zeigen. Mein lieber Ex-Kommilitone Thomas hat mir dabei geholfen – er hat gedreht und mit mir zusammen dann das Stück geschnitten. Da es schon das dritte Video für den SWR ist, wollte ich diesmal, dass es ein wenig professioneller aufgebaut ist. Ich denke, das ist uns diesmal gut gelungen. Wie findet ihr es?

XoXo

eure Moni