Ihr Lieben,

heute zeige ich euch mal, wie ich zu meiner Feier anlässlich meines Musterabschlusses (*hust-und-mir-auf-die-Schulter-Klopf* ^^) eine bekannten ungarischen Eintopf namens „Letscho“ gemacht habe. Ich kenne Letscho selbst von zu Hause – meine Mama hat es früher immer wieder mal gekocht. Und als ich anfing vor kurzem meine Feier zu planen, hatte ich keine Lust auf Chili con Carne…das gab’s irgendwie in letzter Zeit immer. Deswegen kam ich auf die Idee mit dem Letscho. Meine Portion hier ist zwar für rund 20 Leute gewesen, aber ich renche sie euch gerne auf vier Personen runter.

Im Letscho dominiert die Paprika – daher soll davon genug drin sein! Wichtig ist außerdem, dass man alle drei Sorten (rot, gelb, grün) benutzt. Es kann dann mit weiteren Gemüsesorten wie Zucchini, Champignons oder auch Möhren verfeinert werden, aber der dominierende Geschmack der Paprika sollte dennoch bleiben. Ich habe in meinem Letscho folgende Zutaten verwenden:
(Portion für 3-4 Personen)

  • 4 Paprikas
  • 1 Zucchini
  • (wenn man mag, ne halbe Dose Champignons)
  • 250-300g Wurst wie z.B. Fleischwurst
  • 1 Dose Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzeh
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • Kräuter, z.B. italienische Kräuter, Oregano (ihr müsst es abschmecken!)
  • Paprikapulver
  • Salz & Pfeffer
  • Tomatenmark (auch so nach Gefühl, etwa ein Esslöffel)
  • wenn man mag, ein bisschen Rotwein

 

Schritt 1. Alles schneiden!

Ich hatte damit angefangen die Paprika zu schneiden – nicht zu fein, aber auch nicht zu grob. Ebenso die Zucchini, den ganz kleinen Rest Möhren, den ich noch im Kühlschrank hatte, und der Zwiebel. Die Zwiebel habe ich in etwa genauso große Stücke geschnitten, wie die Paprika…also recht groß. Die Wurst dagegen habe ich in in etwa 1cm x 1cm große Würfel geschnitten. Der Knoblauch sollte ganz klein gehackt sein.

Schritt 2. Anbraten!

Damit der Geschmack wirklich gut wird, muss alles wenigstens mal kurz angebraten werden. Ich habe ganz normales Olivenöl genommen und auf recht hoher Stufe das ganze Gemüse und später die Wurst zusammen mit der Zwiebel angebraten. In der Zwischenzeit habe ich die Dosentomaten in einen großen Kochtopf gegeben und schon mal erhitzt. Als das Gemüse dann gut angebraten war, habe ich es nach und nach in den Topf mit den Tomaten gegeben. An dieser Stelle könnt ihr dann am besten schon mal die Lorbeerblätter hinzugeben.

Schritt 3. Alles in den Topf!

Wenn ihr alles alles angebraten habt, schmeißt ihr alles in den großen Topf mit den Tomaten und könnt es ruhig ne Weile erstmal so köcheln lassen. Die Champignons hingegen habe ich nicht angebraten, sondern direkt in den Topf gegeben.

Schritt 4. Würzen!

Der wohl wichtigste Schritt: das Würzen. Ich bin dabei immer sehr vorsichtig, weil ich gern mal zu viel Salz dazugebe. Also macht es langsam und schmeckt ab! Auf jeden Fall sollte Paprikapulver (sowohl süß als auch scharf) rein, italienische Kräuter und/oder Oregano und natürlich Salz und Pfeffer. Auch erst jetzt den Knoblauch (nicht angebraten!) hinzugeben. Ich habe bei meinem Letscho dann auch noch einen Schuss Rotwein dazugegeben.

Schritt 5. Umrühren und über Nacht stehen lassen

Eintöpfe sind dafür bekannt, dass sie am besten am nächsten Tag schmecken. So rate ich euch, das Gericht einen Tag früher zu kochen und es über Nacht auf dem Balkon (wenn es kalt genug ist) oder eben im Kühlschrank stehen zu lassen und am nächsten Tag noch mal eine gute Stunde wieder aufkochen zu lassen. Es muss auch gar nicht auf einer hohen Stufe erhitzt werden – sonst brennt es am End am Boden an… das wollen wir ja nicht. Ich habe mein Letscho am Vortag 2-3 Stunden und am Tag drauf noch mal eine gute Stunde köcheln lassen.

Ja, achso… ohne natürlich angeben zu wollen: meine Gäste waren begeistert von meinem ungarischen Eintopf 😛
Also…probiert es aus, es ist wirklich nicht schwer und schmeckt super lecker! :)

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Paprika grob würfeln.

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Paprika und die anderen Gemüsesorten anbraten.

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Dosentomaten in den Topf geben und erhitzen.

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Das angebratene Gemüse mit den Lorbeerblättern in den Topf mit den Tomaten geben – alles soll langsam vor sich her köcheln.

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Zucchini schneiden…

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…und anbraten.

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Zwiebel schneiden.

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Knoblauchzehe ganz klein hacken.

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Zwiebeln erst zusammen mit der Wurst anbraten – am besten halb-halb.

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Würzen! Oregano, Paprikapulver, Salz, Pfeffer, italienische Kräuter…und gut umrühren!

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Wurst…

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Ich hatte normale Fleischwurst und eine polnische „Podwawelska Wurst“ vom Real ;)

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Und das alles in schöne Würfel schneiden.

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Wurst mit der Zwiebel zusammen anbraten.

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Sobald die Wurst und Zwiebel angebraten sind, in den Topf geben.

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Und nun abschmecken, umrühren und noch eine Weile köcheln lassen.

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Sieht vielleicht nicht so Bombe aus, müsste aber so schmecken ;)

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Und nach getaner Arbeit, dürft ihr euch ein Bier gönnen :D

 

Wenn ihr die Mengen für ca. 20 Personen benötigt, dann schreibt mir gerne ein Kommentar!

XoXo
Moni